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3.3.2010 Gottlieb H. (E-Mail-Nr.: 220)
zu den Beiträgen der Bausoldaten, die nach Schwedt kamen. Ich habe daran andere Erinnerungen. Bine Lehmann war etwas aufbrausend veranlagt. Er hatte in einem Konflikt zum Unterleutnant Henke sinngemäß gesagt, dass er doch nur so eine große Klappe hat, weil er ne Uniform an hat und in der Kaserne ist. Draußen würde das ganz anders sein. Daraufhin wollte man ihn wegen Beleidigung von Vorgesetzten nach Schwedt schicken. Daraufhin gab es einen Zusammenhalt in der 2. Baukompanie, wie ich ihn in der ganzen Zeit nur zweimal erlebt habe. Am Abend nach der Verkündigung der Strafe traten alle 120 Bausoldaten unten an, um essen zu gehen. An der Essensausgabe gingen alle vorbei ohne sich auch nur das Geringste genommen zu haben und traten gleich wieder draußen an, um zurückzumarschieren. Diese ungewohnte Einigkeit führte dazu, dass die Strafe zunächst ausgesetzt wurde. Ganz verhindern konnten wir es allerdings nicht. Bine wurde wenig später nach Merseburg versetzt und, wie wir erfuhren, von dort nach Schwedt gebracht. Der andere geschilderte Fall betraf nicht A. Jäger, sondern einen anderen Bausoldaten, dessen Namen ich allerdings vergessen habe. Da ich damals auf Rügen wohnte, traf ich ihn im Juli '88 (drei Monate nach unserer Entlassung) in Stralsund. Er war gerade auf dem Weg von Schwedt nach Prora, um dort seine Sachen abzuholen und seine Entlassung zu bekommen. Er war im Gesicht schmal geworden, war verschlossen und brachte kaum ein Wort heraus. Das hat mich damals nachhaltig schockiert.
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