Herzlich willkommen!

Willkommen auf der Seite der ehemaligen Proraer Bausoldaten,
dem virtuellen Museum im Internet

Viele Jahre sind inzwischen vergangen, seit die Ära der Bausoldaten in Prora und im Hafen Mukran auf der Insel Rügen zu Ende gegangen ist. Diese Internetseite möchte die Geschichte in diesem Zusammenhang aufarbeiten und transparent machen. Gleichzeitig soll sie aber auch ein Forum für alle Beteiligen sein.
Viele Spatis – so nannten sich die Waffenverweigerer selbst - haben diesen schwierigen Lebensabschnitt verdrängt. Der oft ausgesprochene Satz hat geprägt: „Drei Worte genügen – nie wieder Rügen.“
Durch den Historiker Dr. Stefan Wolter, der 2005 sein erstes Buch (Hinterm Horizont allein - Der "Prinz" von Prora) zu diesem Thema veröffentlichte, wurde der Aufarbeitungsprozess maßgeblich angeschoben. Weitere Bücher sind inzwischen erschienen bzw. angekündigt.

Fast parallel zur Aufarbeitungsphase wurden am authentischen Ort bis dahin erhalten gebliebene originale Details vernichtet. Zufall? Absicht?
Bei diesem Thema spürt man noch heute auf der Insel Rügen eine merkwürdige Mischung aus Zurückhaltung, Verdrängung und Ablehnung. Man hat den Eindruck, als sei das Thema im heutigen „Urlaubsparadies Rügen“ unerwünscht. Stefan Wolter hat dafür in seinem 3. Buch den Begriff „Proradies“ geprägt.
Der berüchtigte Standort der Proraer Bausoldaten befand sich im Block V im „Koloss von Rügen“, dem riesigen als „KdF-Bad“ geplanten Gebäudekomplex am Prorer Wiek. Als KdF-Bad wurde das unfertige Bauwerk allerdings nie genutzt. Erst in der DDR-Zeit wurde die Bauruine zu einer der größten NVA-Standorte ausgebaut. Nicht nur auf Straßenschildern liest man heute immer wieder vom „ehemaligen KdF-Bad“. Das vermittelt den Eindruck, als wolle man die Geschichte von Prora auf diesen weniger unangenehmen Teil reduzieren.
Im Block V, genau im Bereich der ehemaligen Bausoldatenkaserne wurde im Juli 2011 die Jugendherberge Prora eingeweiht. In diesem Zusammenhang hat man das Thema “KdF” überdimensional aufgeblasen und teilweise auch falsch berichtet. Die wahre Geschichte von Prora während der DDR-Zeit soll offensichtlich den schönen Schein der neuen Herberge nicht überschatten.
Ein Jugendzeltplatz auf dem ehemaligen Militärgelände (“Schwarzplatz”) ist schon länger in Betrieb.

Die begonnene Arbeit mit dieser Internetseite kann man am besten mit einem riesigen Puzzle vergleichen. Es soll versucht werden, die noch vorhandenen Puzzleteile zusammen zu tragen und soweit zusammen zu fügen, dass irgendwann ein großes Bild daraus entsteht, das einen Einblick in die Geschichte der Proraer Bausoldaten ermöglicht. Das Zusammensetzten des Puzzles ist nicht einfach. Vieles ist in Vergessenheit geraten und Akten aus dieser Zeit sind scheinbar im großen Stil vernichtet worden. Die Internetseite soll den ehemaligen Proraer Bausoldaten die Möglichkeit geben, ihre Erfahrungen, Geschichten, Erinnerungen, Bilder ... anderen zu zeigen und mitzuteilen. Sie möchte aber gleichzeitig auch alle anderen Beteiligten mit einbeziehen. (ehemalige Vorgesetzte, Mitarbeiter des MfS/Stasi, andere Zeitzeugen) Einige Fragmente dieses großen Bildes sind schon recht gut zu erkennen. Verloren geglaubte Unterlagen wurden im Rahmen eines Forschungsprojektes bereits gefunden und müssen ausgewertet werden.

Diese Internetseite soll auf keinen Fall dazu dienen, die Proraer Bausoldaten gegenüber denen von anderen Standorten hervorzuheben. Gelitten haben alle Spatis, egal wo sie stationiert waren.
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Letzte Aktualisierungen:
9.8.2014; 8.8.2014; 8.8.2014; 30.7.2014
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